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Das Wappen von Nordhofen zeigt sieben von unten links nach oben rechts verlaufende gleich breite Bänder, von denen vier rot und drei goldfarben sind, belegt mit hockendem radschlagenden blauen Pfau.

Das Wappen wurde am 23. Mai 1979 vom Regierungspräsidenten für die Gemeinde Nordhofen genehmigt.

Basis für die Gestaltung ist ein Brief aus dem Jahre 1782 der im Siegel dieses Wappen führt. In einer im Archiv von Neuwied dazu ausgefertigten Anmerkung heißt es: „Wappen von Nordhofen“. Es handelt sich um ein Gerichtssiegel. Die Umschrift lautet: „Graeffl (ich) Wiedisch (es) Gericht zu Nordhofen“. Dieses Wappen wurde vom Hause der Fürsten von Wied der Gemeinde verliehen. Es zeigt daher auch den Pfau, das Wappentier deren von Wied. Aber: Der Nordhofer Pfau hat keine Beine. Er wird in hockender, vielleicht auch brütender Stellung gezeigt. Vielleicht, um Verwechslungen mit dem Pfau der Fürsten zu Wied zu vermeiden.

Vermutlich hat aber schon um 1300 der Gerichts- und Stadtort Nordhofen ein Wappen im Siegel geführt.



Der verstorbene Nordhofer Bildhauer, Heinrich Voegele-Mönnighoff, hat am Rathaus von Nordhofen dieses Wappen angebracht. Das Motiv für die Wappenzier (Ornamatik um das Wappen herum), das im Unterschied zum Wappen selbst schon immer frei gestaltet werden konnte (außer bei Geschlechterwappen), wurde aus den Nordhofen umgebenden Wäldern genommen und zeigt nun aus Füllhörnern wachsende Eichenblätter, spätgotisch gestaltet und um das Wappen drapiert. Der Orientierung des Beschauers dient das in die Gesamtkomposition hineingearbeitete Spruchband.

Heinrich Voegele-Mönninghoff, Bildhauer,
Haus Mönchhof, 5418 Nordhofen/WW.
Ruf 02626 5140

Dez. 1978

Betr.: Wappen von Nordhofen

Keine Gemeinde im Bereich eines Fürstenhauses durfte ohne Erlaubnis der Obrigkeit ihr Wappen selber entwerfen oder ausführen. Dieses hier vorliegende Wappen von Nordhofen wurde vom Hause der Fürsten von Wied der Gemeinde verliehen.

Im Archiv von Neuwied gibt es einen Brief, datiert vom Jahre 1782, der im Siegel dieses Wappen trägt. In einer vom Archiv ausgefertigten Anmerkung dazu heißt es: „Wappen von Nordhofen um 1782“. Dies Schriftstück hat inhaltlich nicht mit einer Verleihung zu tun; man darf also annehmen, daß eine solche schon früher stattfand.

Das Wappen von Nordhofen zeigt das Wappentier derer von Wied, den radschlagenden Pfau, auf dem Untergrund der von links oben nach rechts unten verlaufenden gleich breiten Bänder, von denen fünf rot und vier goldfarben sind: Bänder, die wir auch im Wappen derer von Wied finden.

Aber: der Nordhofener Pfau hat keine Beine! Er ist gewissermaßen in hockender oder auch brütender Stellung gezeigt, vielleicht, um Verwechselungen zu vermeiden, vielleicht auch, um die Nicht-Ebenbürtigkeit darzutun.

In Nordhofen am Gemeindehaus ist dieses Wappen angebracht, eine Arbeit des Bildhauers Heinrich-Voegele Mönnighoff aus dem Ende der sechziger Jahre. Der Bildhauer hat genau nach den im Archiv vorgefundenen Unterlagen gearbeitet.

Das Motiv für die Wappen z i e r (Ornamentik um das Wappen herum), das im Unterschied zum Wappen selbst schon immer frei gestaltet werden konnte (außer bei Geschlechterwappen!), wurde aus den Nordhofen umgebender Wäldern genommen und zeigt nun aus Füllhörnern wachsende Eichenblätter, spätgotisch gestaltet und um das Wappen drapiert. Der Orientierung des Beschauers dient das in die Gesamtkomposition hineingearbeitete Spruchband.

Zum Wappen von Nordhofen

Unter den heute noch vorhandenen Urkunden, in denen Nordhofen erwähnt wird, mag eine der ältesten im Archiv des Fürsten von Wied diese sein, die am 3.2.1357 verfasst wurde, und die besagt, daß der Ort „Northoven“ durch Kaiser Karl IV, „vorbehaltlich der Rechte der Grafen von Wied“ die Stadtrechte verliehen werden.

Diese Stadtrechte setzten nicht voraus, dass es sich um einen besonders großen Ort handelte, sondern dass dieser Ort an einem wichtigen Weg, etwa an einer Heeres- oder Handelsstraße, lag.

Nordhofen war eine Wachgarnison, also befestigt mit einer Wehrkirche; hier befehligte einer vom Kaiser betrauter Adliger als Kommandant, der dann auch mit seiner Besatzung für die Sicherheit der Straße zu sorgen hatte.

Kirchlich gesehen gehörte Nordhofen zum Archidiakonat Dietkirchen. Eine Urkunde vom 7.1.1472 besagt, daß ein Heinrich Darrebecker als Nachfolger des 1471 zu Trier am Dreikönigstag verstorbenen Pfarrers Lutzges von Hachenburg dem Archidiakon von Dietkirchen vorgestellt wurde.

Am 17.1.1536 wird das Gericht Nordhofen erwähnt: Heinrich von Cleburgk Abt, Prior und Konvent des Klosters Marienstatt verkaufen den vier Dorfgemeinden Northoeben, Querenbach, Fylbach, Movendorf für 25 „Raderg.“ eine Hecke zwischen dem Isenburger Gebück dem Kallenbacher im Gericht Northofen.

Interessant ist die verschiedene Schreibweise der Ortsnamen: man hat sie so geschrieben, wie man sie jeweils sprach. Die Hecke ist ein Jungwald; „Raderg.“ ist wohl eine Abkürzung für eine ehemals gültige Guldenart.

Das Wappen von Nordhofen, so wie es heute geläufig ist, ist eine Abwandlung des Wappen der Grafen und späteren Fürsten von Wied: dem Wappenvogel, dem Pfau, wurden einfach die Beine weggelassen. Vermutlich hat aber schon um 1300 der Gerichts- und Stadtort Nordhofen ein Wappen im Siegel geführt; im Archiv Neuwied erfuhr ich, daß ausgeliehene Urkunden ohne Siegel zurückgegeben wurden: Liebhaber hatten das Siegel abgeschnitten!

Nun noch ein Wort zu meiner eigenen bildhauerischen Arbeit. Zur Verschönerung des Dorfes widmete ich der Gemeinde Nordhofen das Wappen und gestaltete es, indem ich um das eigentliche Wappen eine sogenannte Wappenzier in Form von Eichenlaub und Spruchband anbrachte. Das Eichenlaub wählte ich, weil das Dorf ringsum von Wäldern umgeben daliegt. Als Material benutzte ich Kunststein, eine Muschelkalkmischung, die dem Naturstein des Gemeindehauses angeglichen ist. Die Farben des Wappen entsprechen der heraldischen Ordnung.

Heinrich Voegele-Mönnighoff, Bildhauer